Digitale Medienbildung in der Kita – entdecken, gestalten, verstehen

Digitale Medien gehören heute selbstverständlich zur Lebenswelt von Kindern. Medienbildung in der Kita bedeutet jedoch nicht, Kinder möglichst früh und lange vor Bildschirme zu setzen. Vielmehr geht es darum, sie altersgerecht auf ein Leben in einer digitalen Welt vorzubereiten und ihnen einen kreativen, bewussten und verantwortungsvollen Umgang mit Medien zu ermöglichen.

Medien sind Tools – kein Selbstzweck

Tablet, Digitalkamera oder Aufnahmegerät sind Werkzeuge – ähnlich wie Stifte, Bücher oder eine Lupe. Entscheidend ist nicht das Medium selbst, sondern die Frage: Was können Kinder damit entdecken, gestalten oder ausdrücken?

Statt passiv zu konsumieren, sollten Kinder möglichst selbst aktiv werden. Digitale Medien können dabei analoge Erfahrungen ergänzen, aber nicht ersetzen. Bewegung, Spiel, Naturerfahrungen und soziale Begegnungen bleiben zentral für die kindliche Entwicklung.

 

3 Ideen für kreative Medienbildung im Kita-Alltag

  1. Fotografieren und entdecken
    Die Kinder bekommen den Auftrag, mit einem Tablet oder einer Digitalkamera auf Entdeckungstour zu gehen: „Findet fünf runde Dinge in unserer Kita!“ oder „Fotografiert etwas, das euch an den Frühling erinnert.“ Anschließend werden die Bilder gemeinsam betrachtet und besprochen. So verbindet sich Mediennutzung mit Wahrnehmung, Sprache und Bewegung.

 

  1. Eigene Geschichten zum Leben erwecken
    Kinder erfinden eine Geschichte, malen Figuren und Kulissen und fotografieren einzelne Szenen. Gemeinsam kann daraus eine einfache Bildergeschichte oder sogar ein kleiner Stop-Motion-Film entstehen. Die Kinder sind dabei nicht Zuschauer:innen, sondern Autor:innen, Regisseur:innen und Gestalter:innen.

 

  1. Geräusche sammeln und ein Hörspiel gestalten
    Wie klingt Regen? Welche Geräusche gibt es auf dem Außengelände? Mit einem Aufnahmegerät oder Tablet sammeln die Kinder Geräusche, sprechen Texte ein und gestalten daraus eine Klanggeschichte oder ein kleines Hörspiel. Das fördert genaues Zuhören, Sprache, Fantasie und Zusammenarbeit.

 

Unser pädagogischer Blick bleibt entscheidend

Gute digitale Medienbildung fragt nicht: „Wie lange war das Kind am Tablet?“, sondern auch: „Was hat es damit gemacht?“ Hat es gestaltet, geforscht, kommuniziert oder gemeinsam eine Lösung gefunden?

So eingesetzt werden digitale Medien zu einem Werkzeug unter vielen – und Kinder erfahren früh: Ich kann Medien nicht nur konsumieren. Ich kann sie nutzen, um eigene Ideen umzusetzen, Fragen zu beantworten und etwas Neues zu erschaffen.


Mikrotransitionen im Kita-Alltag – kleine Übergänge mit großer Wirkung

Mikrotransitionen im Kita-Alltag – kleine Übergänge mit großer Wirkung

Im Kita-Alltag sind es oft nicht die großen Übergänge, die herausfordernd sind – sondern die vielen kleinen dazwischen: die sogenannten Mikrotransitionen. Also all die Momente, in denen Kinder von einer Situation in die nächste wechseln: vom Frühstück ins Freispiel, vom Außengelände zurück in den Gruppenraum oder vom Spiel zur Aufräumphase.

Gerade diese kleinen Übergänge haben einen großen Einfluss auf Ruhe, Beteiligung und pädagogische Qualität.

Was sind Mikrotransitionen?

Mikrotransitionen sind kurze, wiederkehrende Wechsel im Tagesablauf, die oft beiläufig passieren, aber für Kinder emotional bedeutsam sind.
Sie verlangen Orientierung, Aufmerksamkeit und innere Umstellung – besonders für jüngere Kinder oder Kinder mit erhöhtem Unterstützungsbedarf.

Warum sind sie so wichtig?

Gut gestaltete Mikrotransitionen sorgen für:

  • mehr Ruhe und weniger Stress im Alltag
  • klare Orientierung für Kinder
  • weniger Konflikte und Unruhephasen
  • mehr Beteiligung und Selbstständigkeit

Schlecht gestaltete Übergänge dagegen führen schnell zu Hektik, Widerstand oder Überforderung – oft ohne dass der eigentliche Inhalt der Situation das Problem ist.

Wie können Mikrotransitionen gut gestaltet werden?

  1. Vorher ankündigen statt abrupt wechseln
    Kinder brauchen Orientierung: Ein kurzer Hinweis wie „In fünf Minuten räumen wir gemeinsam auf“ hilft, innerlich umzustellen.
  2. Rituale nutzen
    Wiederkehrende Abläufe geben Sicherheit – z. B. ein gemeinsames Aufräumlied oder ein fester Übergangsspruch.
  3. Kinder aktiv einbeziehen
    Übergänge gelingen besser, wenn Kinder Verantwortung übernehmen: Wer hilft beim Aufräumen? Wer bereitet den nächsten Raum vor?
  4. Kleine Entscheidungen ermöglichen
    Auch in Übergängen kann Beteiligung stattfinden: „Möchtest du zuerst dein Bild fertig machen oder direkt mitkommen?“
  5. Tempo bewusst verlangsamen
    Nicht jeder Wechsel muss schnell sein. Gerade in Übergängen lohnt sich bewusstes Entschleunigen, um Kinder mitzunehmen statt zu ziehen.

Fazit

Mikrotransitionen sind keine Nebensache – sie sind ein zentraler Teil pädagogischer Qualität. Wer diese kleinen Übergänge bewusst gestaltet, schafft mehr Ruhe, mehr Beteiligung und mehr Sicherheit im gesamten Kita-Alltag.


Das Berliner Bildungsprogramm 3.0 – Die zentralen Themen für eure pädagogische Praxis

Das Berliner Bildungsprogramm 3.0 – Die zentralen Themen für eure pädagogische Praxis

Das neue Berliner Bildungsprogramm (BBP 3.0) bietet einen klar strukturierten Rahmen für die pädagogische Arbeit in Kitas – und rückt dabei einige zentrale Themen besonders in den Fokus. Im Kern geht es darum, Bildung, Beziehung und Beteiligung konsequent zusammenzudenken und den Alltag mit Kindern bewusst zu gestalten.

Hier sind die wichtigsten Schwerpunkte aus dem BBP 3.0 – praxisnah eingeordnet:

Kinderrechte, Partizipation und Kinderschutz

Ein zentraler Grundpfeiler des BBP 3.0 ist die konsequente Ausrichtung an den Rechten der Kinder. Kinder sollen beteiligt werden, ihre Meinung soll Gewicht haben und ihre Sicherheit steht im Mittelpunkt.
Das bedeutet im Alltag: Kinder werden aktiv einbezogen, Entscheidungen werden gemeinsam getroffen und Schutzkonzepte sind Teil der gelebten Praxis – nicht nur Dokumente.

Inklusive Bildung

Inklusion bedeutet, dass alle Kinder dazugehören – unabhängig von Fähigkeiten, Herkunft oder Entwicklungsstand. Vielfalt wird nicht als Herausforderung, sondern als Normalität verstanden.
Für die Praxis heißt das: Angebote werden so gestaltet, dass jedes Kind auf seine Weise teilnehmen kann und individuelle Stärken sichtbar werden.

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

Kinder sollen früh erleben, dass ihr Handeln Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft hat. Themen wie Natur, Ressourcen, Verantwortung und Zukunft werden kindgerecht aufgegriffen.
Im Alltag zeigt sich das z. B. in Projekten zu Naturerfahrungen, Müllvermeidung oder dem bewussten Umgang mit Wasser und Energie.

Qualität entwickeln und sichern

Qualität im BBP 3.0 ist ein gemeinsamer Prozess: Träger, Leitung und Fachkräfte tragen Verantwortung. Gleichzeitig wird die Perspektive der Kinder stärker einbezogen.
Qualität bedeutet hier: Reflexion, Teamarbeit und kontinuierliche Weiterentwicklung im Alltag.

Fazit

Das BBP 3.0 macht deutlich: Gute Kita-Arbeit entsteht dort, wo Kinderrechte, Beziehung, Beteiligung und Bildung zusammengedacht werden. Es ist kein zusätzliches Konzept – sondern eine Einladung, den Alltag bewusster, dialogischer und kindorientierter zu gestalten.


Künstliche Intelligenz in der Kita – kreative Unterstützung im pädagogischen Alltag mit LLMs

Künstliche Intelligenz in der Kita – kreative Unterstützung im pädagogischen Alltag mit LLMs

Künstliche Intelligenz – sogenannte Large Language Models (LLMs) – kann im Kita-Alltag eine überraschend praktische Unterstützung sein. Nicht als Ersatz für pädagogische Arbeit, sondern als kreatives Werkzeug, das euch Zeit spart, Ideen erweitert und neue Beteiligungsformen mit Kindern ermöglicht.

Geschichten schreiben – von und mit Kindern
LLMs können helfen, Geschichten gemeinsam mit Kindern zu entwickeln. Kinder geben Figuren, Orte oder Ideen vor, und ihr lasst daraus eine Geschichte entstehen, die dann weitergesponnen wird. So werden Kinder zu Mitautor:innen, erleben Sprache spielerisch und sehen ihre Ideen unmittelbar umgesetzt.

Bildergeschichten und Malvorlagen gestalten
Aus kurzen Ideen lassen sich schnell Bildergeschichten oder einfache Malvorlagen entwickeln – zum Beispiel „der Löwe im Kindergarten“ oder „die Reise der verlorenen Socke“. Diese können als Ausgangspunkt für Gespräche, Rollenspiel oder kreative Angebote dienen und eröffnen neue Zugänge zur Fantasie der Kinder.

Neue Spielideen und Regeln entwickeln
Wenn euch im Alltag frische Impulse fehlen, können LLMs helfen, neue Spielideen oder Varianten bekannter Spiele zu entwickeln – angepasst an Alter, Gruppengröße oder Raum. Auch Spielregeln lassen sich gemeinsam mit Kindern neu formulieren und so Beteiligung und Regelverständnis stärken.

Elternbriefe einfacher gestalten
Auch im organisatorischen Bereich können LLMs unterstützen: Elternbriefe lassen sich strukturieren, sprachlich vereinfachen oder freundlicher formulieren. Ihr gebt die Inhalte vor, und das Modell hilft euch dabei, diese klar und wertschätzend aufzubereiten – ohne dass ihr bei Null anfangen müsst.

Wichtig in der Praxis
LLMs ersetzen keine pädagogischen Entscheidungen, aber sie können ein kreativer Assistent im Hintergrund sein. Entscheidend bleibt immer eure fachliche Einordnung, eure Beziehung zu den Kindern und euer pädagogischer Blick.

Richtig eingesetzt können sie euch entlasten – und gleichzeitig neue Räume für Kreativität, Beteiligung und Qualität im Alltag öffnen.


Kinderperspektivansatz im Berliner Bildungsprogramm 3.0

Mit Kinderaugen sehen – Der Kinderperspektivansatz im Berliner Bildungsprogramm 3.0

Das Berliner Bildungsprogramm 3.0 setzt einen klaren Schwerpunkt: die Perspektive der Kinder. Kinder werden als aktive Mitgestalter ihrer Bildungsprozesse verstanden – und genau darin liegt eine große Chance für die pädagogische Qualität.

Warum ist das wichtig?
Wenn wir die Sicht der Kinder ernst nehmen, entstehen Lernprozesse, die wirklich an ihren Themen anknüpfen. Kinder sind motivierter, beteiligen sich mehr und erleben sich als wirksam. Gleichzeitig werden Beteiligung und das Recht der Kinder, gehört zu werden, konsequent im Alltag verankert.

Was bedeutet das konkret für die Praxis?
Der Kinderperspektivansatz zeigt sich oft in kleinen Momenten:

  • Statt ein Thema vorzugeben, fragt ihr: „Was interessiert euch gerade?“ und entwickelt daraus ein Projekt.
  • Beim Konflikt begleitet ihr Kinder mit Fragen wie: „Wie hast du das erlebt?“ statt sofort Lösungen vorzugeben.
  • Räume werden gemeinsam gestaltet: „Was braucht ihr, damit ihr hier gut spielen könnt?“

Kinderperspektive erheben – ganz praktisch
Um die Sicht der Kinder bewusst einzubeziehen, helfen einfache Methoden: kurze Gespräche im Alltag, gezielte Beobachtungen oder kleine Befragungen mit Symbolen (z. B. Karten oder Fotos). Auch ein gemeinsamer Rundgang durch die Kita mit Fragen wie „Was gefällt dir hier? Was würdest du ändern?“ liefert wertvolle Einblicke und macht Kinder zu aktiven Expert:innen ihrer Lebenswelt.

Vorteile für Fachkräfte und Kita

  • Alltag wird ruhiger und stimmiger, weil Angebote besser passen
  • Kinder übernehmen mehr Verantwortung
  • Fachkräfte arbeiten beobachtender, flexibler und näher an den echten Bedürfnissen

Der Ansatz bedeutet keinen Mehraufwand, sondern eine veränderte Haltung: mehr zuhören, mehr fragen, mehr gemeinsam gestalten.

Fazit
Der Kinderperspektivansatz macht aus Alltag echte Bildungszeit – weil wir nicht für Kinder planen, sondern mit ihnen leben und lernen.


Das Berliner Bildungsprogramm 3.0 – ein Grund zum Feiern!

Das Berliner Bildungsprogramm 3.0 – ein Grund zum Feiern!

Die Festwoche zum Berliner Bildungsprogramm 3.0 ist gerade vorbei – und wir möchten diesen Moment nutzen, um gemeinsam zu feiern, was das neue Bildungsprogramm für die Kita-Praxis bedeutet.

Ein Meilenstein für die frühkindliche Bildung

Das BBP 3.0 stärkt die pädagogische Arbeit, weil es aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen, Digitalisierung, Partizipation und Bildungsvielfalt direkt aufgreift. Es zeigt, dass Kitas viel mehr sind als Betreuungseinrichtungen – sie sind Lernräume, Erfahrungsorte und Lebensräume, in denen Kinder gefördert und begleitet werden.

Was wir feiern dürfen

  • Starke Teams: Fachkräfte sind Expert:innen ihrer Arbeit – das BBP 3.0 anerkennt und unterstützt diese Expertise.
  • Partizipation von Kindern: Kinder werden ernst genommen, ihre Meinungen und Ideen fließen in den Alltag ein.
  • Bildung gemeinsam mit Familien: Erziehungspartnerschaften werden als Herzstück der Kita-Arbeit hervorgehoben.
  • Innovation & Praxisnähe: Neue Ansätze, Methoden und Impulse bereichern den Kita-Alltag.

Warum das uns alle motiviert

Das neue Bildungsprogramm lädt uns ein, mit Freude und Kreativität die pädagogische Praxis weiterzuentwickeln. Es zeigt, wie viel Potenzial in Teams, Kindern und Familien steckt – und dass es sich lohnt, gemeinsam neue Wege zu gehen.

Wir gratulieren allen Fachkräften und Teams, die diese Festwoche begleitet und gefeiert haben – und freuen uns darauf, das Berliner Bildungsprogramm 3.0 lebendig in den Kita-Alltag zu bringen.


Gemeinsam stark – Bildungs- und Erziehungspartnerschaften mit Familien

Gemeinsam stark – Bildungs- und Erziehungspartnerschaften mit Familien

Kinder wachsen in unterschiedlichen Lebenswelten auf – und Familien sind die wichtigsten Bildungs- und Erziehungspartner:innen. Das Berliner Bildungsprogramm 3.0 betont, dass eine gelungene Zusammenarbeit zwischen Kita und Eltern grundlegend für die Entwicklung der Kinder ist.

Warum Partnerschaft mit Familien so wichtig ist

  • Familien kennen ihre Kinder am besten. Sie bringen Werte, Erfahrungen und Bedürfnisse mit, die pädagogische Arbeit bereichern.
  • Durch partnerschaftliche Zusammenarbeit entsteht Vertrauen und Sicherheit – für Kinder, Eltern und Fachkräfte.
  • Gemeinsame Bildungs- und Erziehungsziele schaffen Kontinuität zwischen Kita und Zuhause.

Praktische Ansätze für eine gute Zusammenarbeit

  • Regelmäßige Gespräche: Zeit nehmen, um Erwartungen, Fragen oder Sorgen der Eltern zu hören.
  • Transparente Kommunikation: Tagesabläufe, Bildungsangebote und Lernfortschritte nachvollziehbar machen.
  • Partizipation ermöglichen: Eltern aktiv in Projekte oder Entscheidungen einbeziehen, z. B. bei Festen, Lernangeboten oder Raumgestaltung.
  • Bedürfnisse ernst nehmen: Jede Familie ist einzigartig – individuelle Unterstützung bietet Sicherheit und Orientierung.

Vorteile für Kinder und Team

✨ Kinder erleben Kontinuität und Unterstützung – zu Hause und in der Kita.
✨ Stärkung der Beziehung zwischen Fachkräften und Familien – Vertrauen fördert die Lernmotivation.
✨ Entlastung und Sicherheit für Fachkräfte – gemeinsame Ziele reduzieren Konflikte und Missverständnisse.

Das Berliner Bildungsprogramm 3.0 macht deutlich: Bildungs- und Erziehungspartnerschaften sind keine Extra-Aufgabe, sondern ein Herzstück gelingender pädagogischer Arbeit.


Qualitätsentwicklung im Team – gemeinsam stark für Kinder

Qualitätsentwicklung im Team – gemeinsam stark für Kinder

Qualitätsentwicklung ist das Herzstück guter pädagogischer Arbeit – und das Berliner Bildungsprogramm 3.0 zeigt, dass starke Teams die Grundlage für eine gute Bildung und Förderung sind. Wer gemeinsam reflektiert, Ideen entwickelt und die eigene Praxis aktiv gestaltet, schafft Räume, in denen Kinder sich optimal entfalten können.

Gemeinsam die Qualität steigern

Pädagogische Qualität entsteht im Team – durch Austausch, Reflexion und gezielte Methoden. Einige praxisnahe Ansätze, die Teams nutzen können:

  • Kollegiale Fallbesprechungen: Herausforderungen aus dem Kita-Alltag gemeinsam analysieren und Lösungen entwickeln.
  • Team-Retrospektiven: Regelmäßig reflektieren, was gut läuft und wo kleine Veränderungen große Wirkung haben können.
  • Peer-Coaching: Kolleg:innen begleiten sich gegenseitig in pädagogischen Situationen und geben Feedback.
  • Praxiswerkstätten: Neue Ideen und Methoden gemeinsam ausprobieren, z. B. für Partizipation, Raumgestaltung oder Sprachförderung.
  • Methoden-Check: Regelmäßig prüfen, welche Arbeitsweisen und Rituale die Selbstständigkeit und Kreativität der Kinder stärken.

Vorteile für das Team

✨ Mehr Klarheit im pädagogischen Alltag – alle wissen, was wichtig ist
✨ Stärkung des Teamgefühls – gemeinsame Ziele und gemeinsame Verantwortung
✨ Sichtbare Wirkung der eigenen Arbeit – wenn Veränderungen direkt spürbar werden
✨ Raum für Kreativität und Weiterentwicklung – neue Ideen ausprobieren und reflektieren

Das Berliner Bildungsprogramm 3.0 macht deutlich: Qualitätsentwicklung ist kein bürokratisches Muss, sondern eine Chance für Teams, ihre Arbeit zu reflektieren, zu stärken und aktiv weiterzuentwickeln.


Qualitätsentwicklung – gemeinsam wachsen, für mehr Zufriedenheit und Stärke im Team

Qualitätsentwicklung – gemeinsam wachsen, für mehr Zufriedenheit und Stärke im Team

Qualitätsentwicklung ist kein abstraktes Konzept – sie ist der Herzschlag eurer täglichen pädagogischen Arbeit. Sie hilft dabei, gemeinsam zu reflektieren, Stärken wahrzunehmen und bewusst Wege für die Zukunft zu gestalten. Und sie sorgt dafür, dass ihr als Team noch stärker und sicherer in eurer Arbeit werdet.

Ein zentrales Element dieser Entwicklung sind Interne und Externe Evaluationen – zwei Wege, die sich ergänzen und euch bestärken.

🧠 Interne Evaluation – das Team im Mittelpunkt

Die interne Evaluation bietet euch die Chance zur Selbstreflexion:

  • Ihr beleuchtet gemeinsam euren Alltag, eure Haltung und eure Praxis.
  • Ihr definiert eigene Ziele und findet heraus, wo ihr als Team steht und was euch wichtig ist.
  • Sie schafft Raum für echte Beteiligung und Austausch über eure pädagogischen Werte.
    ➡️ So wird euer Team noch selbstbewusster und handlungsfähiger – nicht weil jemand von außen sagt, was gut ist, sondern weil ihr es selbst erkannt habt.

👀 Externe Evaluation – Unterstützung mit Perspektive

Die externe Evaluation ergänzt das von außen:

  • Sie bringt eine neutral-perspektivische Sicht auf eure Arbeit.
  • Sie hebt Stärken hervor und zeigt neue Impulse für Weiterentwicklung.
  • Sie liefert fachlich begründete Empfehlungen, ohne zu bewerten oder zu richten.

💡 Was bringt das euch als Fachkräfte?

✨ Stärkung des Teamgefühls, weil ihr gemeinsam Ziele entwickelt
✨ Mehr Klarheit und Sicherheit in eurem pädagogischen Handeln
✨ Konkrete Schritte, die den Alltag entlasten und erleichtern
✨ Wertschätzung eurer Arbeit, weil sie sichtbar und erlebbar wird
✨ Raum für Reflexion und neues Wachstum, statt Stillstand

Evaluation ist kein „Mehrarbeit“-Deckel, sondern ein Weg, eure tägliche Praxis mit Sinn, Energie und Mut weiterzuentwickeln. Gemeinsam anschauen, was gut läuft – und neugierig werden auf das, was noch möglich ist.


Digitale Bildung im Berliner Bildungsprogramm 3.0 – Chancen für die Kita

Digitale Bildung im Berliner Bildungsprogramm 3.0 – Chancen für die Kita

Digitale Medien sind längst Teil der Lebenswelt von Kindern. Sie begegnen ihnen zu Hause, im Alltag und in der Gesellschaft. Das Berliner Bildungsprogramm 3.0 greift diese Realität auf und verankert digitale Bildung als wichtigen Bestandteil frühkindlicher Bildung.

Dabei geht es nicht darum, dass Kinder möglichst früh Tablets oder Computer bedienen. Vielmehr steht die Frage im Mittelpunkt: Wie können Kinder digitale Welt verstehen lernen?

Digitale Bildung bedeutet mehr als Geräte

Im Berliner Bildungsprogramm wird digitale Bildung als Teil ganzheitlicher Bildungsprozesse verstanden. Kinder sollen:

✨ Technik verstehen lernen – Wie funktionieren Geräte, Maschinen und Programme?
✨ Medien reflektieren – Was machen Medien mit uns und wie nutzen wir sie sinnvoll?
✨ Kreativ mit Medien umgehen – Medien nicht nur konsumieren, sondern gestalten.

Digitale Bildung verbindet sich dabei mit vielen anderen Bildungsbereichen – etwa mit Sprache, Mathematik, Naturwissenschaften oder kreativem Gestalten.

Der Alltag als Lernraum

Viele Zugänge zur digitalen Bildung entstehen ganz selbstverständlich im Kita-Alltag:

  • Kinder fotografieren ihre Bauwerke.
  • Sie nehmen Geräusche oder Geschichten auf.
  • Sie überlegen gemeinsam, wie ein Roboter oder eine Maschine funktioniert.
  • Sie entdecken Abläufe, Regeln und Muster.

So wird digitale Bildung spielerisch, verständlich und altersgerecht.

Haltung der Fachkräfte ist entscheidend

Eine zentrale Rolle spielt dabei die pädagogische Haltung. Digitale Medien sind kein Selbstzweck – sie sind Werkzeuge, die Kinder beim Lernen, Entdecken und Verstehen unterstützen können.

Entscheidend ist daher die Frage:
Wie nutzen wir digitale Möglichkeiten so, dass sie Neugier, Kreativität und Selbstständigkeit der Kinder fördern?

Digitale Bildung in der Kita bedeutet letztlich, Kinder für die Welt von heute und morgen zu stärken – mit Neugier, Verständnis und einem verantwortungsvollen Umgang mit Medien.


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